Bisheriger Vorstand einstimmig bestätigt

Bisheriger Vorstand einstimmig bestätigt

Foto Stadtgemeinde Wörgl

(v.l.) Vbgm. Hubert Aufschnaiter und Bgm. Hedi Wechner gratulierten dem neuen Vorstand des Gesundheits- und Sozialsprengels ebenso wie Vbgm. Mario Wiechenthaler (3.v. r.) und GR Hubert Mosser (r.). (v.l.) Schriftführerstellv. Gertraud Taxacher, Obfrau Maria Steiner, Kassierstv. Johanna Hauser, Beisitzerin Martina Walter, Sozialreferent Christian Kovacevic (Beisitzer), Kassier Christian Pumpfer, Schriftführerin Elisabeth Widschwenter und Obfraustellv. Andreas Obitzhofer.

Bei der Mitgliederversammlung des Wörgler Gesundheits- und Sozialsprengels wurde der bisherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Auch der Tätigkeitsbericht der Geschäftsführung zeigte einmal mehr, wie wichtig die Arbeit des Sprengels für die Gemeinschaft ist.

So wurden im Jahr 2017 195 Personen im Rahmen der Hauskrankenpflege und der Heim- bzw. Haushaltshilfe von 23 Mitarbeitern betreut. Nicht minder der Aufwand an Arbeitsstunden. Insgesamt wurden knapp über 14.000 Stunden direkt bei den Patienten geleistet, davon waren alleine 422 medizinische Hauskrankenpflege, also Krankenhaus ersetzende Tätigkeiten. Nur so nebenbei: zusätzlich wurden rund 2.600 Stunden rein für die Wegzeit zurückgelegt. Geschäftsführerin Michaela Fabiankovits betonte in ihrem Rechenschaftsbericht aber auch, dass moderne Zeiten auch im Pflegedienst flexibles Arbeiten erfordert. Das betrifft nicht nur den stetig steigenden enormen Verwaltungsaufwand, sondern auch die Pflegekräfte. Deshalb will man sich in Zukunft wieder mehr auf die Hauptaufgaben des Gesundheits- und Sozialsprengel konzentrieren, nämlich die Pflege von kranken und älteren Menschen, die vermehrt so lange wie möglich zu Hause bleiben wollen. 

Kritik an Normkosten

Kritik äußerte Fabiankovits an den Normkosten. „Mit € 50,- pro Stunde für eine diplomierte Pflegekraft ist es kaum möglich, einen Sprengel ohne Abgang zu führen. Deswegen hat das Land und die Arbeitsgemeinschaft „Mobile Pflege Tirol“ reagiert und arbeitet derzeit an einer Evaluierung. Und so bleibt die Hoffnung, dass es dann möglich sein wird, als Sprengel den Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz bieten zu können und letztendlich den Klienten eine würdige Betreuung zukommen zu lassen“, so Fabiankovits, für die Spargedanke zum täglichen Geschäft gehört. „Wir sparen, wo wir können. Aber es darf nicht sein, dass aus dem ordentlichen Betrieb keine Mittel für angemessene Berufskleidung, zeitgemäße Arbeitsmittel und gesetzlich vorgegebene Maßnahmen finanziert werden können“. Und so hofft Fabiankovits, dass es zumindest ab 2020 möglich ist, mittels einer gesicherten Finanzierung die gestellten Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit der Klienten erledigen zu können.

„Aus alt mach neu!“

Das war das Motto bei den Neuwahlen für den neuen Vereinsvorstand des Gesundheits- und Sozialsprengels. Und so wurde mangels personeller Alternativen der bisherige Vorstand einstimmig auch für die nächste Funktionsperiode bestätigt. Die bisherige und neue Obfrau Maria Steiner betonte dann auch, sich auch in der nächsten Periode voll und ganz für den Verein einzusetzen und die dem Gesundheits- und Sozialsprengel anvertrauten Gelder sorgsam und ganz im Sinne der Klienten zu verwenden. Denn auch im vergangene Jahr ist es gelungen, trotz widriger Umstände eine schwarze Null zu erreichen. „Im Sozialdienst keine Selbstverständlichkeit“, so Steiner, die in diesem Zusammenhang darauf hinwies, dass dieses ausgeglichene Budget nur aufgrund großzügiger Spenden von Vereinen und aus der Bevölkerung möglich geworden ist.