Gemeindekooperationspreis wurde heuer bereits zum zweiten Mal vergeben - Wörgler Projekt am 2. Platz

Gemeindekooperationspreis wurde heuer bereits zum zweiten Mal vergeben - Wörgler Projekt am 2. Platz

(Von links): Vizepräsident des Tiroler Gemeindeverbandes Franz Hauser, „komm!unity“- Geschäftsführer Klaus Ritzer, Wörgls Sozialreferent Nationalrat Christian Kovacevic, Integrationsbeauftragter Gemeinderat Kaya Kayahan und Gemeindelandesrat Johannes Tratter.

Bereits zum zweiten Mal holten das Land Tirol und der Tiroler Gemeindeverband Gemeinden vor den Vorhang, die sich besonders um interkommunale Zusammenarbeit verdient gemacht haben. Insgesamt nahmen an die 60 Gemeinden aus 11 Regionen im Land daran teil. Nach Beurteilung einer Fachjury blieben vier interkommunale Projekte übrig, für welche per Internet gevotet werden konnte.

Als Sieger gingen die Gemeinden Weer, Kolsass und Kolsassberg hervor, welche durch die Bündelung von ideellen und finanziellen Ressourcen ihr Potenzial voll ausschöpfen können und sich dadurch erfolgreich weiterentwickeln. Auf den starken zweiten Platz schaffte es der Wörgler Verein komm!unity, der 2012 gegründet wurde mit dem Ziel – die Jugend-, Integrations- und Gemeinwesenarbeit im Tiroler Unterland - unter der Federführung der Stadtgemeinde Wörgl und mit Beteiligung aller acht Gemeinden des Planungsverbands 29 (Angath, Angerberg, Bad Häring, Breitenbach, Kirchbichl, Kundl, Mariastein und Wörgl)  zu fördern.  Heute betreibt komm!unity mehrere Jugendzentren in der Region (Wörgl, Kundl, Bad Häring, Söll, Ebbs), die Jugendinformationsstellen InfoEck für die Bezirke Kufstein und Kitzbühel, ein gemeinsames Integrationszentrum für die acht Gemeinden des Planungsverbands 29 sowie die Mobile Jugendarbeit (Streetwork), die Jugendinitiative I-Motion und eine Stelle für Gemeinwesenentwicklung (Agenda 21) in der Stadt Wörgl. Seit 2014 ist der Verein zudem im Vorstand des Regionalmanagements Kitzbühler Alpen vertreten, wo gemeinsam mit insgesamt 26 Gemeinden die zukunftsorientierte Regionalentwicklung gestaltet und koordiniert wird. Somit bietet „komm!unity“ eine Struktur, die eine umfassende und gemeindeübergreifende Gemeinwesenentwicklung in der Region professionell begleiten und gestalten kann. Mit den aktuell 19 Angestellten verfügt der Verein über ein Team mit umfangreichen Kompetenzen, nicht zuletzt auch hinsichtlich Sprachen und Interkulturalität. komm!unity besitzt umfassende Erfahrungen mit Projekten und Entwicklungsprozessen, die aufgrund der Struktur des Vereins als regionales Kompetenzzentrum auch in zahlreichen gemeindeübergreifenden Initiativen gesammelt wurden. „Alle Projekte, die diesmal für den GEKO eingereicht wurden, haben eine große Gemeinsamkeit: Sie zeigen anhand praktischer Erfahrungen, dass auf kommunaler Ebene durch Aufeinanderzugehen und Kooperation vieles möglich wird, das die Kräfte einer einzelnen Gemeinde überfordern würde. Nutznießer sind die Bürgerinnen und Bürger, die von einer zeitgemäßen Infrastruktur profitieren“, plädiert Landesrat Johannes Tratter für weiteres Engagement in diese Richtung. Für die „komm!unity“ Partnergemeinden nahmen der Wörgler Sozialreferent Nationalrat Christian Kovacevic, „komm!unity“- Geschäftsführer Klaus Ritzer und Integrationsbeauftragter Gemeinderat Kaya Kayahan die Urkunde aus den Händen von Landesrat Tratter entgegen.

(Foto & Text: Hubert Berger/Stadt Wörgl)