Illegale Müllentsorgung sorgt weiter für Unverständnis

Illegale Müllentsorgung sorgt weiter für Unverständnis

Unglaublich aber wahr: Es gibt Menschen, die nicht imstande sind, direkt neben einem Mülleimer den Müll richtig zu entsorgen. Gesehen von einem aufmerksamen Spaziergänger auf dem Areal des Bundeschulzentrums. (Foto © Winkler)

Achtlos weggeworfener Müll im Stadtgebiet von Wörgl sorgt weiter für Unverständnis in der Bevölkerung. Ob Gastroabfälle in der Natur, illegale Sperrmüllentsorgungen an diversen Sammelstellen oder „nur“ achtlos weggeworfener Müll im Bereich des Bundesschulzentrums. Ein sauberes Ende scheint noch nicht in Sicht.

Mittlerweile werden vermehrt Müllvergehen seitens der Bevölkerung dokumentiert. Besonders schlimm zeigt sich die Situation im Bereich des Bundesschulzentrums, das vor allem am Wochenende zugemüllt wird. Und ein Ende ist nicht absehbar. Seitens der Stadt betont man, dass der städtische Bauhof während der Woche regelmäßig zum Mülldienst ins Bundesschulzentrum ausrückt, auch die Schulwarte sind regelmäßig unterwegs, um der Müllplage Herr zu werden. HAK – Direktorin Sigrid Steiner zeigt sich jedenfalls entsetzt über das Ausmaß der Vermüllung auf dem Areal des Bundesschulzentrums: „Wochentags sind unsere Schulwarte angewiesen, ab 7 Uhr in der Früh das Gelände zu reinigen. Das Problem sind aber nicht die Wochentage, sondern ist das Wochenende. Mittlerweile hat die Vermüllung derartige Dimensionen angenommen, dass wir seitens des Schulzentrums die Terrassenzugänge mit Baugitter absperren müssen. Auch in den Eingangsbereichen zu den Turnhallen biete sich ein Bild der Verwüstung“, so Steiner, die gemeinsam mit BRG-Direktor Mag. Dr. Johann Fellner über die Installierung von Überwachungskameras nachdenkt. Allerdings dürfen diese laut Steiner nur das Gelände des Bundeschulzentrums überwachen.

Stadt will gemeinsames Vorgehen

BGM Hedi Wechner sieht in diesem Zusammenhang ebenfalls Handlungsbedarf und appelliert weiter an die Bevölkerung, illegale Müllentsorger schonungslos anzuzeigen: „Es kann nicht sein, dass einige wenige unsere Stadt gewissenlos vermüllen und andere deren Abfall entsorgen müssen“, so Wechner, die zu einem Müllgipfel laden will. „Wir werden uns so bald wie möglich zusammensetzen und nach Lösungen suchen“.

Veröffentlicht: 13.01.2022