Raser im Mittelpunkt des Stadtteilgesprächs

Raser im Mittelpunkt des Stadtteilgesprächs

Wurden mit allerlei Anregungen und Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger konfrontiert: (v.l.) Bauamtsjurist Peter Egerbacher, Bgm. Hedi Wechner, Stadtbaumeister Hermann Etzelsdorfer und der Leiter der Stadtpolizei Gerhard Heger. (Foto Stadtgemeinde Wörgl)

Rücksichtslose Verkehrsteilnehmer im Stadtgebiet von Wörgl standen im Mittelpunkt des letzten Stadtteilgesprächs am 4. Juni im Hotel Alte Post. Aber auch die Verkehrssituation im Bereich der Ferdinand-Raimund-Straße wurde angesprochen.

Einleitend informierte Bgm. Hedi Wechner über die derzeit anstehenden Projekte im Raum Wörgl. So berichtete sie auch über die Verhandlungen mit dem Land Tirol zwecks Übernahme bzw. Weiterbau der Nordtangente inklusive Kreisverkehrsanbindung an die Autobahn. Und sprach von derzeit sehr konstruktiven Gesprächen mit der zuständigen Landesrätin Ingrid Felipe. „Für Wörgl ist der Endausbau der Nordtangente unabdingbar im Hinblick auf ein notwendiges Verkehrskonzept und ein wichtiger Baustein für die Umsetzung eines neuen Zentrums nördlich der Stadtpfarrkirche“, so Wechner, die frühestens 2020 mit einem Baubeginn rechnet.

Straßenmillion wird wirksam

Dies war und ist für Wechner eine der vordringlichsten Aufgaben. Und so soll noch dieses Jahr mit der Sanierung des Angatherweges, der Poststraße, des Winklweges sowie der KR M. Pichler Straße begonnen werden. Auch ein Rückbau der Ladestraße ist laut Stadtbauamt bereits in Planung. Bisher wurde dieser aber immer wieder aufgrund des guten Straßenzustandes zugunsten anderer Straßen und Wege zurückgestellt.

Raser sorgen für Unmut

Rücksichtslose Verkehrsteilnehmer sowie frühmorgendlich heimziehende Lokalbesucher im Wörgler Innenstadtbereich standen ganz oben auf der Agenda der Teilnehmer dieses Stadtteilgesprächs. So berichteten diese von Rennen in der Bahnhof- und Ladestraße inklusive quietschenden, durchdrehenden und qualmenden Reifen, ein Anrainer sprach gar von Schleuderkursen rund um den Kreisverkehr beim Gogl-Bauern. Bgm Hedi Wechner musste dann auch eingestehen, dass dieses Problem schon lange bekannt sei und versprach in diesem Zusammenhang mit dem neuen Postenkommandanten der Bundespolizei ein Gespräch zu führen.

Auch Taxis standen in der Kritik

Dies vor allem aufgrund der Tatsache, dass diese vor allem am Abend an ihren Standplätzen vermehrt ihre Motoren laufen lassen. „Für uns Anwohner gerade zur Nachtzeit mehr als ein unzumutbarer Zustand, zumal wir nicht nur in unserer Nachtruhe gestört werden, sondern dies auch zu Geruchsbelästigungen führt“, so ein Anrainer, der auch hier die Exekutive in der Pflicht sieht.

Kinderspielplätze verkommen zu Partymeilen

Ein Anrainer berichtete schriftlich über unhaltbare Zustände auf dem Kinderspielplatz in der Hagleitnerstraße. So sollen dort bis spät in die Nacht hinein Großfamilien mit 20 Erwachsenen und bis zu 40 Kindern den Spielplatz als überdimensionalen Grillplatz missbrauchen und angrenzende Gärten als Toilettanlagen benützen. Ein unhaltbarer Zustand für die Anrainer, zumal die Spielplätze laut Verordnung ab 20 Uhr eigentlich abgesperrt werden sollten. Bgm. Hedi Wechner versprach auch hier vermehrt Kontrollen.

Verkehrsprobleme im Bereich der Ferdinand-Raimund-Straße

Anlass zu Beschwerden geben in letzter Zeit immer wieder übergroße Traktoren mit Anhängern, die trotz Tonnagebeschränkung die Abkürzung über die Rendl-Brücke von und in Richtung Angath suchen. Auch habe das Verkehrsaufkommen in der Ferdinand-Raimund-Straße mittlerweile nicht mehr tolerierbare Ausmaße angenommen, vor allem auch durch irregeleitete LKW, die dann auch keine Möglichkeit mehr haben, zu wenden. Aus diesem Grund wurde seitens der Anrainer angeregt, die Beschilderung so zu gestalten, dass diese für abbiegende LKW-Fahrer dann auch einsichtig ist. Gerhard Heger, Leiter der Stadtpolizei versprach, sich dieses Problems anzunehmen.

Gute Nachrichten seitens der ASFINAG

Diese betrifft vor allem den Ortsteil Söcking. Hier wird die österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen Finanzierungs AG ab Juni zwecks Verbesserungen des Lärmschutzes Lärmschutzmessungen durchführen. Bgm Hedi Wechner bat aus diesem Grund die Anrainer, die ASFINAG dabei zu unterstützen.