Stadtteilgespräch: Sorglose Hundehalter bewegen die Gemüter

Stadtteilgespräch: Sorglose Hundehalter bewegen die Gemüter

Gaben Auskunft: Stadtamtsdirektorin Simone Riedl, Bgm. Hedi Wechner, Johann Egerbacher und Hermann Etzelstorfer (Stadtbauamt)

Beim letzten Stadtteilgespräch für den Bereich „Innere Stadt“ im Hotel Alte Post konnten sich die Bürgerinnen und Bürger über die jüngsten Entwicklungen in der Stadtgemeinde Wörgl informieren. Und hatten dann auch einige Fragen und Anregungen. Einmal mehr stand der fahrlässige Umgang vieler Hundehalter mit den Exkrementen ihrer Vierbeiner im Mittelpunkt.

Anrainer der Federerstraße hatten sich beschwert. Und berichteten über die beinahe unhaltbaren fäkalen Zustände auf dem Spazierweg in Richtung Tirol Milch. Vor allem im Winter sei dort die Situation unerträglich. Für Bürgermeisterin Hedi Wechner ein leidiges Problem, das so einfach nicht zu lösen ist. Trotz Strafandrohung und der Ankündigung von vermehrten Kontrollen durch die Stadtpolizei. Wechner betonte in diesem Zusammenhang aber, dass es nur einige wenige Hundehalter sind, die sich nicht an die Regeln halten und so eine große, verantwortungsbewusste Mehrheit in Misskredit bringen. Deshalb appelliert sie einmal mehr an das Gewissen jener Hundehalter, deren leichtfertiger Umgang mit den Exkrementen ihrer Vierbeiner für Aufregung sorgt.

Neues Stadtzentrum sorgt für Interesse

Auch das in Ausarbeitung stehende neue Stadtzentrum zwischen Kirche und Stadtamtsgebäude war Anlass für Fragen. Der für Raumordnung zuständige Gemeinderat Andreas Schmidt betonte dazu, dass in diesem Zusammenhang noch viele Fragen offen sind. Seitens der Stadt ist man allerdings bestrebt, in Zusammenarbeit mit dem Investor das bestmögliche Projekt umzusetzen. Viele Gespräche wurden dazu bereits geführt, weitere stehen in den nächsten Tagen und Wochen an. Wann die ersten Abrissbirnen auffahren ist ebenfalls noch ungewiss. Vor 2021 ist laut Schmidt aber keinesfalls damit zu rechnen.

Zukunft des Möslalm-Rodelweg weiter ungewiss

Angesprochen wurde auch der Möslalm-Rodelweg. Und der Wunsch geäußert, ob nicht die Stadtgemeinde einen Winterbetrieb garantieren könne. Ein schwieriges Unterfangen, wie Wechner betonte, denn die Zuständigkeit der Stadt bzgl. Erhaltung erstreckt sich nur über die Sommermonate von April bis Oktober. In dieser Zeit wurde für Mountainbiker auch eine Versicherung abgeschlossen. Was eine allfällige Schneeräumung des Wirtschaftsweges auf die Möslalm betrifft, ist dies Sache der Eigentümer, in diesem Fall der Interessentschaft. Peter Egerbacher vom Bauamt wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es auch eine Haftungsfrage sei. „Einen Rodelunfall mit Todesfolge habe es bekanntlich schon gegeben“, so Wechner weiter. Auch deshalb hält sich das Interesse der Stadt in dieser Angelegenheit in Grenzen.

Unklarheiten über Vermessungsteams

Derzeit sind im Wörgler Stadtgebiet auch mehrere Vermessungsteams der Firma AVD im Auftrag der Stadtgemeinde unterwegs, um die Stadt genau zu vermessen. Mit den Messdaten soll dann ein digitales Kartenwerk entstehen, um detaillierte Pläne der öffentlichen Infrastruktur zu erhalten. Dabei sind die Vermessungstrupps manchmal auch auf die Mithilfe der Eigentümer angewiesen. Die Mitarbeiter des Bauamtes möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass sämtliche Vermessungsteams dafür einen Berechtigungsausweis erhalten haben. Und bitten die Grundeigentümer, nur nach Vorweis dieses Ausweises den Vermessungsteams den Zutritt auf ihren Grund und Boden zu gestatten.

Maßnahmen gegen Raser auf Wildschönauer Straße gefordert

Eine Wortmeldung betraf auch die Verkehrssituation in der Wildschönauerstraße. Und es wurden Forderungen laut, vor allem gegen Raser weitere Maßnahmen zu setzen. Angeregt wurde in diesem Zusammenhang auch, beim stark von Schülern frequentierten Zebrastreifen auf Höhe Hölzl-Brücke Schülerlotsen einzusetzen. Bürgermeisterin Hedi Wechner versprach, sich dafür stark zu machen.